Ferienlager 2.0

Sommerferien.....das hieß in der Kindheit bzw. frühen Jugend 3 Wochen Ferienlager. Ameland war das Ziel in der damaligen Zeit. Eine kleine Insel in der Nordsee bzw. eine der 5 bewohnten Westfriesischen Inseln. Ferienlager das hieß viel unternehmen in der Gruppe, Spaziergänge am Strand, gemeinsame Mahlzeiten und Spieleabende bzw. gemeinsame Bespassung.
Heute zieht es einen immer noch, oder wieder auf diese Insel und das sogar mit fast den selben Vorgaben wie damals, nur das die Gruppe etwas kleiner, dafür aber familiärer ist.
Morgens noch eben schnell die standesamtliche Trauung von Freunden in einem alten Schloß mitgemacht und dann ab auf direktem Weg auf die kleine westfriesische Insel. Natürlich mit dem frisch getrauten Paar, den eigenen Kindern samt Partner, Freunden und den vierbeinigen Familienmitgliedern. An der Fähre dann noch der nächste Gruppenzuwachs in Form von Bruder und Schwägerin und so konnte dann das Ferienlager 2.0 starten.

 

Das glückliche und frisch vermählte Paar

 

Selbst wenn wir unser trautes Heim nur für ein Wochenende verlassen, so gehe ich nie ohne meine Kameraausrüstung los. Dieses mal hatte ich aber nur das kleine Equippment dabei. Ich hatte keine Lust auf die große DSLR samt Objektiven, also gab es dieses mal "nur" die Olympus OMD em-10 Mark II mit zwei, drei kleinen Objektiven, ein Stativ und mein gerade neu erworbenes Huawei P30 Pro Telefon. Ich wollte einfach mal schauen ob die Leica Kamera im Huawei P30 Pro wirklich so gut ist wie die Werbung es suggerierte.Das Programm für die Zeit auf der Insel hatte ein paar Highlights vorgesehen, die auch fotografisch sehr interessant werden könnten.
Nach dem ersten gemeinsamen und gemütlichen Gruppenabend, wir waren inzwischen vollzählig und somit 13 Leute, stand am nächsten Morgen ein Inselrundflug für die frisch Vermählten auf dem Terminkalendar.

 

Blick nach hinten, aus der Cessna fotografiert mit dem Huawei P30Pro

 

Da noch ein freier Platz in der kleinen einmotorigen Cessna frei war, wurd ich regelrecht dazu genötigt dort mit zu fliegen und die Insel von oben zu erkunden. Auch für mich ein einmaliges Erlebnis. Auf meine OMD steckte ich dafür das Olympus 40-150mm Objektiv. Ich hatte für diesen Urlaub zwar eine minimierte Fotoausrüstung dabei, trotzdem wollte ich für mich persönlich den Unterschied zwischen zwei Objektiven austesten. Zum einen das schon genannte Olympus 40-150mm und zum anderen das Lumix 40-200mm. Das sollte aber nur ein für mich persönlicher Test werden, bei dem ich mich für meine bevorzugte Linse entscheiden wollte.
Der Rundflug dauerte ca. 45 Minuten und war ein einzigartiges Erlebnis. Es ist schon ein Unterschied ob man in so einer kleinen Dose sitzt, oder ob man in einem Airbus mit fliegt. Da oben konnte dann erstmals auch das Huawei zeigen was die Kamera so drauf hat und ich war doch sehr überrascht von der Schnelligkeit, den Farben und der Bildqualität. Das Ding machte echt Spaß und so stand für mich fest das ich in unserer Ferienlagerzeit mehr mit dem Telefon fotografieren werde.

 

Das Hauptverkehrsmittel auf der kleinen Insel, de Fiets

 

Selbst als Familiengefährt 😉

 

Wieder festen Boden unter den Füssen, wurden die üblichen Besorgungen gemacht und dabei die einzelnen Ortschaften ein wenig erkundet. Hierbei hatte ich die Olympus 17mm 2.8 Festbrennweite auf der Kamera. Mein bevorzugtes, bzw. "immerdrauf" Objektiv für die Streetfotografie. Damit ist die Kamera klein, handlich und vor allem leicht, aber immer schnell einsatzbereit und wegen der Größe der Kamera wird man bei der Streetfotografie eher als Touri angesehen und nicht als Fotograf. Ein großer Vorteil wie ich finde. Man wirkt nicht so professionell bzw. wie ein Paprazzi und die Menschen die man fotografiert, schrecken vor der Kamera nicht zurück. Sie achten eben nicht so sehr auf einen und so werden die Bilder, wie ich finde, authentischer und natürlicher.

 

Faszination Wolkenformation

 

Der Strand von Nes mit einem imposanten Wolkenbild

 

Wenn man mit einer so großen Gruppe unterwegs ist, sollte man auch Rücksicht auf die anderen nehmen und nicht immer nur seinem eigenen Wohl bedacht sein. Das hätte in meinem Fall bedeutet das ich noch mehr Zeit mit der Fotografie verbracht hätte, aber es war Urlaub und keine Foto-Reise. Trotzdem wollte ich es mir nicht nehmen lassen auch Zeit für einige schöne Aufnahmen zu finden. Das hieß für mich, während die anderen aus dem gemeinsamen Ferienlager die Zeit am Abend mit Spielen bei Bier, Wein und Chips verbrachten, machte ich mich bepackt mit Rucksack und Stativ auf den Weg um Bilder einzufangen.

 

Zwei Angler auf dem Steg während der goldenen Stunden

 

 

Ein Sonnenuntergang wie im Bilderbuch

 

Zuerst abends die goldenen Stunde ausnutzen und dann vom ganz besonderen Licht der neuen LED Laternen, in und um Nes, überrascht werden. Diese leuchten nämlich in einem ganz besonderen Grünton, der die Umgebung bzw. die Bilder doch recht mystisch erscheinen lässt. Auch hier konnte das Huawei P30 Pro seine neu entwickelten Stärken im Nachtmodus zeigen und mich doch sehr überraschen. Das soll hier kein Werbeblog für das P30 Pro werden, aber es war neu und ich bin, was sowas angeht, wie ein kleines Kind. Was neu ist fasziniert und muss getestet bzw. bespielt werden. Ich denke aber mal so bin nicht nur ich.

 

LED Beleuchteter Zugang zu einer kleinen Brücke

 

Mystisch wenn das Laternenlicht in grün leuchtet

 

Dann folgte der nächste Plan. Nachts bei Zeiten aufstehen um Fotos zu machen. Ich wollte ursprünglich die Langzeitbelichtung der Olympus ausprobieren und Startrails, also Sternenspuren aufnehmen. Hierfür hat die Olypus OMD em-10 einen extra Modus. Den Live Copmosite Modus. Mal ganz grob beschrieben, hier wird ein Bild aufgezeichnet und dann in einem vorher eingestellten Zeitraum immer wieder ein weiteres, welches dann mit dem ersten Kameraintern abgeglichen wird. Sind dort dann Unterschiede vorhanden, werden diese in das eigentliche Bild bzw. die Gesamt-Komposition gespeichert. So können die Sternenspuren aufgezeichnet und gespeichert werden, ohne das es zu einer Überbelichtung kommt. Hierzu vielleicht in einem späteren Beitrag mal mehr, denn leider war es zu nebelig in der Nacht und ich konnte keinen Sternenhimmel sehen bzw. fotografieren. Da ich aber schonmal auf den Beinen und unterwegs war, suchte ich mir eine passende Location, um den Sonnenaufgang mitsamt Nebel einzufangen und auf den Sensor zu bannen. Ich denke hier brauche ich nicht zu erwähnen das das Handy ebenfalls mit von der Partie war und auch für einige Bilder herhalten musste.

 

Nebel bzw. Frühdunst ist immer gut für ein schönes Motiv

 

Der Nebel geht zurück und die Sonne auf

 

Über den Dächern von Nes geht die Sonne auf

 

Nach dem Sonnenaufgang ging es dann auf direktem Wege zum Bäcker und mit den frischen Brötchen zurück ins Ferienlager. Alles in allem muss ich sagen das diese Art von "Ferienlager" einfach genial ist. Man verbringt sehr viel Zeit mit seinen Freunden und Liebsten, hat jede Menge Spaß zusammen, erlebt gemeinsam sehr viele schöne Dinge und hat trotzdem noch die Möglichkeit der eigenen Leidenschaft nachzugehen. Es war sogar für alle Beteiligten so gut und schön das für das nächste Jahr erneut gebucht wurde und es auch 2020 wieder ein Ferienlager 2.0 geben wird.

 

 

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