Three Songs…..no flash

Ein Wochenende...zwei Events....viele Fotos

In diesem Jahr habe ich bisher wohl mehr Fotos bei Musik-Events gemacht, als bei meinem eigentlichen Tätigkeitsbereich, den Autotreffen. So war es am letzten Wochenende auch wieder recht voll was das Thema anging und ich hatte zwei Events direkt nacheinander. Zuerst am Freitagabend das Emslive Event in der Halle Münsterland in Münster und am Samstag das Warendorf Live Event im Freibad in Warendorf. Die Line ups bzw. Künstler die dort jeweils auftreten sollten, waren sehr viel versprechend.

Für das Emslive waren Eule, Namika und Michael Patrick Kelly angekündigt und beim Warendorf Live sollten Juli, Alice Merton, Milow und Sascha auftreten. Während beim Emslive Namika krankheitsbedingt ausfiel, gab es dann beim Warendorf Live, einen Tag später noch einen Zusatz-Gig von Jonny & Jakob, einem noch sehr jungen Gesangsduo, welche als  Eisbrecher fungierten und als erstes auf der Bühne standen.

Kameratechnisch hatte ich so richtig in die vollen gegriffen und alles Mögliche in meinen Neewer Kamera-Rucksack gepackt, schließlich wollte ich auch wissen was alles rein passt und wie es sich verhält. Insgesamt vier Kameras haben mich während dem Wochenende begleitet, mitsamt passender lichtstarker Objektive und dem ganzen Kleinkram der noch dazu gehört.

Aus dem Hause Canon hatte ich meine 7D, mit dem Sigma 70-200mm 2.8 und eine 550D, mit dem Tamron 17-50mm 2.8 mit dabei. Die beiden anderen Kameras waren meine Olympus OMD e-m10 mk2 mit einem 7Artisans 7.5mm 2.8 Fisheye und meine "neue" OMD e-m1 mit der 45mm 1.8er Festbrennweite, ebenfalls aus dem Hause Olympus.

Beim ersten Gig fürs Wochenende stand Eule auf der Bühne und ich sprang immer wieder zwischen der 7D und der OMD e-m1 hin und her. Die umgehängte 550D schaffte zwar ein paar Bilder, flog aber direkt nach dem Auftritt wieder zurück in den Rucksack. Die OMD e-m1 hatte ich zum ersten Mal dabei, da ich diese Kamera ja erst seit etwas über einer Woche habe und sie überzeugte mich sofort. Ich verliebte mich regelrecht in die Kamera mit der 45mm 1.8er Festbrennweite. Leicht, lichtstark, schneller Autofokus und schön scharf.....dumm nur wenn der Fotograf, in dem Fall ich selber, nicht allzu oft seine Aufnahmen kontrolliert bzw. aufs Display schaut. Ich weiß nicht wie, aber dadurch das ich den Touchscreen wohl nicht richtig deaktiviert hatte, habe ich es während dem fotografieren geschafft meinen ISO Wert auf 25600 zu verstellen und schon hatte ich mehr schneeweiße Aufnahmen als brauchbare bzw. farbige und das dann auch noch bei dem Hauptact des Abends, Michael Patrick Kelly.

Ärgerlich, aber definitiv eine Erfahrung mehr. So wurd dann am Freitagabend zuhause nochmal alles gecheckt und die passenden Einstellungen gesucht, damit mir dieser Fehler am Samstag bei dem nächsten Event nicht wieder passiert. Die e-m1 sollte nämlich definitiv wieder mit in den Graben. Das 45mm Objektiv auf der Kamera hat so viel Spaß gemacht, das es am Samstag zu meiner favorisierten Kombination wurde.

Als am Samstag der dritte Act, Milow, auf der Bühne angekündigt wurde entschied ich mich auch die e-m10 mit dem 7,5mm Fischeye umzuhängen. Das kleine Objektiv hat leider nur einen kleinen Haken. Es besitzt keinen Autofocus, sondern ist komplett manuell. Das bedeutet das ich die Schärfe des Bildes komplett selber regulieren muss. Auch hier begab ich mich an dem Abend mal wieder auf absolutes Neuland. Nicht wegen dem manuellen einstellen des Objektivs, sondern weil die OMD Kameras hier die Möglichkeit des so genannten Focus Peaking anbieten.

Bei dieser Funktion werden einem im Sucher bzw. auf dem Display die gewünschten scharfen Bereiche durch eine vorher bestimmte Farbe angezeigt. Je Schärfer der anvisierte Bereich ist, desto stärker ist die farbige Bestimmung im Display. So erkennt der Fotograf die Schärfe ganz gut und vor allem recht schnell und kann dann auch schnell und sicher auslösen. Nach ein wenig Übung fing es an richtig Spaß zu machen und ich habe so beim letzten Act, dem Auftritt von Sascha, doch recht viele und vor allem gute Bilder machen können.

Spät abends dann endlich wieder zuhause angekommen, hieß es dann wie so oft, Karten leer schaufeln und Bilder auf den Rechner verschieben und schon mal grob sichten. Ich war dabei doch sehr überrascht wie gut die Ergebnisse der Olympus Kameras waren und habe mich dann schon auf die Bearbeitung einiger der Bilder für den nächsten Tag gefreut.

Es ist doch immer wieder schön am nächsten Tag zu sehen was man da geschaffen hat und wie gut die Ergebnisse schon teilweise ohne Bearbeitung aussehen.