Ein Bagger zum testen

Wie einigen ja schon bekannt sein dürfte, fotografiere ich recht oft für Motorrad Tellenbrock aus Oelde. In erster Linie ein Motorrad Handel mit Werkstatt, aber auch eine kleine, aber feine Custombike Schmiede. Schön natürlich wenn sich rein zufällig beides ergibt und man dann auch hier und da mal ein Custombike zum Verkauf anbieten kann, welches auch mal nicht aus der eigenen Werkstatt stammt. So kam es das Telly über den hier gezeigten Bagger stolperte, den ursprünglich Fred Kodlin, einer der bakanntesten Customizer in Deutschland, geschaffen hatte. Eine Perlcolor weiße Lackierung mit schwarzen Akzenten und einem riesigen 30Zoll Vorderrad kennzeichnen dieses ungewöhnliche Bike, welches man nicht jeden Tag auf unseren Strassen zu sehen bekommt und natürlich auch nicht vor die Linse.
Normalerweise ruft Telly ja bei mir an und fragt ob ich denn vorbei kommen könnte um Fotos von den jeweiligen Bikes zu machen, aber dieses mal war es genau anders herum. Als ich bei Facebook den Post von Telly sah das er dieses geile Bike geschossen hatte und zum Verkauf anbot, meldete ich mich umgehend bei ihm mit der Bitte das Bike ablichten zu dürfen. Eigentlich hatte ich mir vorgestellt den Bagger zu mir nach Hause zu holen um ihn dann in Ruhe in meinem kleinen Studio ablichten zu können, doch als ich bei Motorrad Tellenbrock ankam, um Telly den Vorschlag zu unterbreiten, sagte er mir das das Bike schon wieder verkauft sei.
Da ich aber recht selten ohne Kamera-Rucksack nach Oelde fahre, wurd mal eben schnell ein spontanes Shooting gemacht. Ab auf Nachbars Parkplatz und dort dann ein paar angemessene Bilder gemacht.
Das Wetter war zwar etwas bewölkt, aber dadurch bot sich mir nach dem Shooting die Möglichkeit, die Bildbearbeitung dieses mal ein wenig anders als gewohnt anzugehen. Normalerweise arbeite ich mit Lightroom und Photoshop, doch vor kurzem bekam ich ja mal die Software Luminar4 von Skylum in die Hände, die unter anderem damit wirbt ohne großen Aufwand z.B. den Himmel austauschen zu können. In diesem Fall genau das richtige, wie ich fand, um das mal auszuprobieren.
Zu meiner Überraschung war Luminar 4 recht intuitiv von der Oberfläche her, wenn man sich schon mit Lightroom recht gut auskennt und irgendwie machte es am Anfang Spaß sich bei den Bildern langsam vorzuarbeiten. Leider war Luminar 4 aber auch manchmal recht langsam. Vor allem bei Speichern benötigt die Software relativ viel Zeit und "sperrt" dann die Weiterarbeit z.B. an einem weiteren Bild. Auch ist die Reaktion der einzelnen Werkzeuge manchmal recht zeitintensiev und man kann dann die angewendete Funktion nicht wirklich in Echtzeit sehen, sondern muss fast immer einen Moment warten bis sich der jeweilig Schieberegler auf das Bild auswirkt und das trotz 32GB Arbeitsspeicher an meinem Mac. Hier könnte die Firma Skylum vielleicht noch ein wenig nachbessern.
Trotzdem werde ich wohl hier und da noch weiter mit Luminar4 arbeiten, denn trotz allem finde ich wird das Programm eine langsam immer näher kommende und ernst zu nehmende Konkurrenz für Lightroom.