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Saisonstart

Endlich ist es soweit, die Auto und Motorradsaison fängt langsam an und startete für mich mit dem Tag der offenen Tür bei Motorrad Tellenbrock in Oelde. Wir wollten den Besuchern mal was neues bieten und hatten im Vorfeld beschlossen das ich an dem Tag Kundenmotorräder live shooten werde. Ich sagte natürlich sofort zu, auch wenn es irgendwie für mich ein Sprung ins eiskalte Wasser werden sollte....also absolutes Neuland. Nicht das fotografieren von Motorrädern, sondern eher das arbeiten mit Studioblitzen und der so genannten Tethering Fotografie.
Beim Tethering wird die Kamera mit einem langen USB-Kabel direkt mit dem Laptop/Computer verbunden um so die Bilder direkt von der Kamera in die Software zu laden. Das hat den Vorteil das man die Bilder sofort in vernünftiger Größe sichten und rein theoretisch auch direkt in der Software bearbeiten kann.
Die letzten Wochen vor dem Event habe ich dann ein wenig im Netz recherchiert und angefangen mir meine "Tethering Umgebung" aufzubauen. Der Plan war es, mit Lightroom zu arbeiten und ingesamt 3 Bildschirme zu nutzen. Das Laptop als Hauptbildschirm für die Software, ein 24 Zoll Bildschirm für die vergrößerte Ansicht des aktuell gemachten Bildes und einen 32 Zoll Fernseher, auf dem die geschossenen Bilder als Slideshow ablaufen, um den Besuchern auch optisch was zu bieten. Nach mehreren Versuchen klappte es dann auch, in dem ich den 24 Zoll Bildschirm per HDMI-Kabel direkt am Laptop angeschlossen habe. Den Fernseher ebenfalls an das System anzukoppeln, erwies sich als etwas tricky, weil ich keinen zweiten HDMI Port am Laptop hatte und ich auf Grund des Abstandes keine Kabelverbindung nutzen konnte. Die Lösung des Problems bestand in einem Accesspoint, der das Laptop als Server benutzte und einer Android TV Box die an den Fernseher gekoppelt wurde. Die TV Box konnte sich so per WLAN, über den Accesspoint, mit dem Laptop verbinden und als dritter Bildschirm in Windows fungieren.
Mit der Software Imageviewer von Faststone hatte ich dann die Möglichkeit den Bildordner zu bestimmen und die Bilder immer aktualisiert in einer Endlosschleife als Slideshow ablaufen zu lassen.
Von Motorrad Tellenbrock bekam ich ein 3x10m grosses Zelt zur Verfügung gestellt, in dem ich dann mein "Studio" aufbauen konnte. Mein Plan war es Bilder im Studiolook zu erstellen und so wurden der Hintergrund schwarz abgehängt und ingesamt drei Studioblitze aufgebaut. Zwei mit jeweils einer 50x70xm grossen Softbox und einer mit einer 120cm Octabox.
Den ganzen Tag über, habe ich dann mit den jeweiligen Lichtsetups herum gespielt und, wie ich finde, recht passable Ergebnisse erziehlt. Die ganze Aktion hat soviel Spaß gemacht das ich mich dazu entschlossen habe, diese Art der Motorrad Fotografie weiter zu verfolgen und weiter auszuprobieren, denn man lernt niemals aus.
Im Anschluß ein paar der Ergebnisse, auch hier und da schon etwas überarbeitet.

 

Wingenfelder…endlich mal wieder ein Konzert

Es ist inzwischen März und fotografisch habe ich die letzte Zeit eigentlich viel zu wenig gemacht. So bin ich doch ganz froh das so langsam die Saison wieder anfängt und es in vier Wochen einen guten Auftakt geben wird, doch ich will da noch nicht zu sehr vorgreifen. Umso erfreuter war ich dann, als ich am letzten Freitag die Möglichkeit bekam das Konzert von Wingenfelder, in der Cultura in Rietberg, zu fotografieren.
Montag das Plakat gesehen, Dienstag Wingenfelder kontaktiert, Mittwoch die Bestätigumg bekommen und Freitag dann das gesamte Konzert fotografiert. So sollte es doch am besten immer gehen.
Die Musik von Wingenfelder hatte ich schon ein wenig länger auf dem Schirm. Für die, denen Wingenfelder im Moment nicht viel sagt, die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder waren die Köpfe der Gruppe Fury in the Slaughterhouse, die mit Songs wie "Won´t forget these days" oder "Time to wonder" Riesenerfolge in den 90ern feierten.
Fotografisch sollte der Abend für mich eine ganz besondere Herausforderung werden, aber nicht wegen der Lichtverhältnisse. Diese sind ja ausreichend bekannt, wenn man schon einige Konzerte fotografiert hat und kann man eh nicht verallgemeinern, da jedes Konzert anders ist. Andere Location, anderer Lichtaufbau, eben jedes Konzert hat andere Vorraussetzungen. Meine Herausforderung lag dieses mal eher in meinem eigenen Equipment. Bisher hatte ich immer meine Nikon D90 mit dem Allround Objektiv 18-200 von Nikkor dabei, welches aber nicht unbedingt für Konzerte geeignet ist, weil es nicht wirklich zu den lichtstarken Objektiven gehört. Trotzdem habe ich damit immer wieder recht gute Aufnahmen hin bekommen.
In den letzten 1,5 Jahren habe ich mir aber hier und da zusätzliches Material zugelegt und so, fast ungewollt einen Systemwechsel vollzogen. Inzwischen besitze und nutze ich eine Canon 7D mit einem Sigma 70-200mm 2.8 welches für solche Konzerte doch recht gut geeignet ist, nur leider konnte ich das bisher nicht wirklich testen. Ausserdem habe ich mir ja, nach der Photokina eine Olympus OMD E-M10 Mark II zugelegt, welche ich zwar erst nur für die Streetfotografie nutzen wollte. Diese ist aber irgendwie für mich zu einer "Immerdabei" Kamera geworden und es reizt mich sie auch in gewissen besonderen Situationen zu testen. Bei der Olympus habe ich fast immer eine Festbrennweite mit 17mm 2.8 drauf, doch zum Konzert habe ich das originale Kitobjektiv ebenfalls mit eingepackt. Einfach mal ausprobieren hieß die Deviese des Abends.
Die Location, die Cultura in Rietberg, ist eine absolut geniale Location für solch ein Konzert. Dem 1599 erbauten Shakesperares Globe-Theaters nachempfunden, ist es eine Konzert-Halle die auf drei Etagen ca. 750 Besucher fasst und diese wegen der kreisrunden Bauform immer einen guten Blick auf die Bühne haben.
Für mich war an dem Abend von Vorteil das ich mich dort komplett frei bewegen konnte und so immer wieder mal neue Blickwinkel auf die Bühne nutzen konnte, um meine Fotos zu machen.
Die Canon 7D überraschte mich recht schnell mit ihrer Geschwindigkeit und den Serienaufnahmen. Ok ich hatte auch eine relativ schnelle 32GB SanDisk Karte drin, die eine Schreibgeschwindigkeit von 120MB/s vorweisen konnte, aber so war dann die Karte auch sehr schnell voll. Tja, wenn man RAW und JPG zusammen fotografiert kommt schon ein bisschen was an Datenmenge zusammen, aber gerade bei Konzerten hat man auch jede Menge Ausschuß. Zu dunkel, verschwommen, Scheinwerfer strahlt genau ins Gesicht und und und, da ist jedes Bild was gut wird Gold wert.
Nach so einem Konzert kommt eigentlich immer erst die eigentliche Arbeit...das sichten, sortieren und bearbeiten.
Ürsprünglich war es überhaupt nicht meine Absicht die Kameras bzw. die Ergebnisse des Abends zu vergleichen, aber als es nach dem Import in Lightroom an die Bearbeitung ging, überraschten mich die Bilder der Olympus durch ihre Klarheit und ihr doch den Umständen entsprechend, geringem rauschen. Es war definitiv ein Unterschied zu den Canon 7D Bildern zu sehen und während der Bearbeitung auch noch zu "spüren". Die Olympus Bilder benötigten ganz klar weniger Aufwand und waren klarer und "sauberer" als die Canon Bilder.
Eigentlich ist das hier auch ein recht ungleicher Vergleich den ich gerade bringe, aber es ist nunmal mein persönliches "look and feel" dazu.
Das hat mich jetzt auch dazu gebracht, diese Saison über hier und da noch ein paar mal ein Auge darauf zu werfen und mir eventuell noch ein, zwei zusätzliche Objektive für die Olympus zu kaufen, wenn sich preislich was ansprechendes ergibt. Man darf also gespannt sein, was jetzt demnächst so alles kommt.

 

Einen Tag in Afrika

Es ist Ende Januar. Von Düsseldorf aus geht der Flieger nach Las Palmas und dort dann aufs Schiff, um am nächsten Morgen den afrikanischen Kontinent zu erreichen. Ziel ist die marokkanische Küstenstadt Agadir.
Die Erwartungen sind hoch, denn schließlich habe ich mich schon seit längerem versucht auf diesen Tag vorzubereiten und fleißig im Netz recherchiert. Das erste mal auf dem afrikanischen Kontinent. Das erste mal in einem muslimischen Land. Das erste mal auf einem Souk, einem typischen Markt / Basar. Das erste mal ein Blick in diese Kultur und das erste mal auf Reisen mit der Olympus OMD EM10 Mark II.
Ich will Fotos machen, aber nicht diese Fotos die dort jeder Touri macht. Ich will die Menschen sehen und ablichten. Ich will sehen wie sie leben und es festhalten. Ich habe die Hoffnung wenigstens ein paar interessante Motive zu finden, denn eigentlich ist die Zeit vor Ort recht knapp.
Gegen 6:00 Uhr am Morgen legen wir im Containerhafen an. Es ist noch dunkel. Alles wird von den Scheinwerfern in ein gelbliches Licht gehüllt. Trotzdem herrscht schon reges Treiben an Land. Die ersten Busse und Taxis suchen sich ihren Platz um den frühen Ansturm der Touristen aufnehmen zu können und eine landestypische Musiktruppe bereitet sich vor, die Landgänger mit einheimische Klängen zu begrüssen. Die Sonne geht auf und der Tag erwacht langsam. Nach dem Frühstück wird der Containerhafen erkundet, da die geplante Tour erst nach dem Mittag startet. Leider gibt es hier aber nicht so viel zu sehen. Ein paar Arbeiter im Hafen kümmern sich um die Verzurrketten ihres Frachters, Polizisten laufen gelangweilt durch die Gegend und passen auf das man sich nicht zwischen den Containern "verirrt" und die Taxis stehen in Reih und Glied und warten auf ihre Kundschaft. Hier scheint eh alles viel ruhiger und entspannter zu sein. Stress wie wir ihn kennen scheint hier ein Fremdwort zu sein.
Nach dem Mittag fährt dann der Bus los und die gebuchte Touri-Tour beginnt. Wie üblich wird bei einigen besonderen Punkten Halt gemacht und man hat ein wenig Zeit um sich dort umzusehen. Auf der Olympus sitzt die 17mm 2.8er Festbrennweite. Eigentlich das persönliche "Standard-Objektiv" für die Kamera, aber im Rucksack ist zur Sicherheit noch das 40-150mm von Olympus/Zuiko, welches hier auch so manches mal zum Einsatz kommen soll.
Als dritter oder vierter Haltepunkt kommt der Souk von Agadir. Die Vorfreude auf viele interessante Fotos ist groß, doch nach dem zuerst geführten Rundgang kommt dieses komische Gefühl das die Erwartungen wohl etwas zu hoch sind. Die Menschen hier wissen natürlich das es ein Touristen Hotspot ist und diese dann auch relativ viel Geld dort lassen...können. Dementsprechend sind die Einheimischen recht "aufdringlich" und verlangen für alles mögliche Geld. Selbst wenn man versucht hat sie zu fotografieren. So verfliegt die eigentliche Euphorie recht schnell und wandelt sich in ein ungutes Gefühl. Die Kamera wird nicht mehr so normal gezückt und abgedrückt, sondern eher heimlich und aus der Hüfte heraus. Sonst fällt es einem irgendwie leichter das Leben auf der Strasse zu dokumentieren und festzuhalten. Erschwerend kommt noch hinzu das man nicht alleine unterwegs ist und man deswegen nach dem abdrücken nicht so einfach untertauchen kann.
Der letzte Halt des Tages ist dann die Strand-Promenade bevor es zurück an Bord geht um den Abend bei einem fantastischen Sonnenuntergang und leckerem Essen ausklingen zu lassen. Ein aufregender Tag und viele Eindrücke gehen zu Ende als das Schiff ablegt um für den nächsten Tag ein neues Erlebnis anzusteuern.

 

 

Neues Jahr, neue Wege

Weiter gehts...im neuen Jahr

Das Jahr 2018 ist nun vorüber und mein persönliches Projekt unter https://augen-blicke.thorstenkoch-photography.de ist ebenfalls vorüber bzw. abgeschlossen. Dort werde ich auch nicht mehr weiter bloggen.
Da ich aber im letzten Jahr daran Gefallen gefunden habe zu schreiben, werde ich einfach hier, an dieser Stelle, weiter machen. Trotzdem wird sich einiges an meinen Blogbeiträgen ändern. Ich werde nicht mehr regelmäßig bzw. jeden Tag etwas bloggen, dafür dann aber anders und mehr. Mehr Bilder und eventuell mehr Text, je nachdem über was es mich gerade gelüstet zu schreiben bzw. zu berichten. Das kann ein Event sein, oder ein Ausflug. Es kann aber genauso gut ein Beitrag über ein, neues Produkt, oder ein Programm sein. Ich denke das wird sich alles mit der Zeit ergeben und wir werden sehen was da so kommt.
Fototechnisch habe ich vor, in diesem Jahr mich weiter zu entwickeln und weiter zu lernen. Das geht aber nur wenn ich mehr fotografiere. Deswegen werde ich auch mehr mit (m)einer Kamera unterwegs zu sein. Egal ob auf der Strasse, auf diversen Autotreffen, bei Motorradshootings, Musikevents oder auf Ausflügen bzw. im Urlaub. Ich werde versuchen viele Chancen zu bekommen und sie für mich zu nutzen. Was sich dann daraus ergibt, wird sich das ganze Jahr über zeigen. Ideen und Träume sind schließlich genug vorhanden und ich bin selber gespannt ob bzw. was ich davon das Jahr über umsetzen kann. Ich möchte in der Richtung aber noch nichts konkretes verraten, da ich mich selber nicht mehr unter Druck setzten möchte. Denn das denke ich würde für diverse neue Projekte/Ideen Gift bedeuten.
Das ist etwas, was ich bei meinem Projekt im letzten Jahr gelernt habe. Wenn ein gewisser Zwang dahinter steht, wird es an manchen Stellen doch recht schwer durchzuhalten und man fängt manchmal auch an zu schludern. Genau das ist es aber was ich nicht möchte, wenn ich versuche eine neue Herausforderung umzusetzen. So ist es z.B. mit der Juxbox, meiner Fotokiste, die ich das letzte Jahr über gebaut habe. Sie ist zwar gut und funktioniert, aber sie ist mir noch nicht gut genug und deswegen arbeite ich schon seit einiger Zeit an einer "professionelleren" Version. Was dabei rum kommt und wann diese fertig wird, kann und will ich nicht sagen, weil ich es selber gar nicht weiß. Ich lasse mir eben Zeit dafür und genau so soll es mit all den anderen Dingen, die sich in diesem Jahr mir in den Weg stellen, auch sein. Kein Druck und dafür gewissenhaft.
In diesem Sinne, auf ein neues, gesundes, schönes und hoffentlich erfolgreiches neues Jahr.

Geblogt wird woanders

Also direkt vorab, hier auf dieser Seite wird es wahrscheinlich keinen Blog geben und das aus gutem Grund. Seit Beginn des Jahres 2018 habe ich ein persönliches Projekt am laufen, einen Blog. Bei diesem poste ich jeden Tag ein Bild und schreibe ein paar Zeilen dazu. Mal etwas zum Bild, aber manchmal auch einfach nur was mich gerade beschäftigt oder was ich fühle. Es ist also fast wie ein kleines Tagebuch. Wer sich für diesen Blog bzw. mein Projekt interessiert, kann sich hier gerne umsehen.

https://augen-blicke.thorstenkoch-photography.de