Automodell Masstab 1:18

Die kleinen mal ganz groß

Vor längerer Zeit hate ich mal bei Instagram gesehen, wie jemand
Automodelle auf die besondere Art und Weise fotografierte. Die Bilder
sahen recht realistisch aus und man sah erst beim zweiten Blick das es
sich hier um Modelautos handelt. Ich für mich hatte mir angesehen wie
er das umgesetzt hat und mir dann vorgenommen sowas auch einmal
auszuprobieren.
Natürlich war es wie so oft, solche Ideen sind meistens nur für kurze
Zeit im Kopf und mit der Zeit vergisst man sie wieder, weil natürlich
auch vieles anderes zu tun ist.Letztes Wochenende stolperte ich dann
erneut bei Instagram über ein recht realistisches Foto von einem
Automodell und ich erinnerte mich an die Umsetzung, die ich selber mal
ausprobieren wollte.

Die Vorbereitungen

Da ich die letzte Zeit recht gerne und viel mit meiner Olympus OMD E-M1
versuche das so genannte Tethered Shooting zu üben, bot es sich an,
genau diese Art der Fotografie für die Automodelle zu nutzen.
Zuerst sollte aber die dementsprechende Kulisse geschaffen werden. Hier
musste ich nun erstmal diverse Wallpaper Seiten im Netz durchforsten
und mir ein paar Hintergrundbilder downloaden.
Danach ging es in mein kleines Studio und ich baute alles so auf, wie
ich es mir in etwa gedacht habe. Eine feste Platte, in diesem Fall ein
alter Spiegel, auf der die jeweiligen Modelle stehen konnten. Darauf
ein Stück grauer Tonkarton, um etwas Strasse o.ä. zu simulieren und den
32 Zoll Fernseher, von meiner Juxbox um den jeweiligen Hintergrund
einzublenden. Meine beiden Striplight Softboxen positionierte ich
jeweils rechts und links von diesem Szenario, nuzte sie aber nur mit
dem Einstellicht.
Meine Olympus OMD Kamera habe ich dann auch das Stativ geklemmt,
ausgerichtet und schon konnte es losgehen.

Das besondere Etwas

Bei den Hintergründen habe ich bewusst drauf geachtet das ich feuchte
Strassen und Beleuchtungseffekte von Neonreklame o.ä. in den Bildern
habe. Ich wollte zusätzlich ein wenig mit den dementsprechenden
Reflektionen spielen.
So bin ich dann hin gegangen und habe mir zusätzlich eine kleine
Sprühflasche mit Wasser gefüllt, um dann das jeweilige Modell mit
Wassertropfen zu versehen und zusätzlich den Boden nass zu machen. So
sollte der Effekt entstehen das auf der Strasse bzw. um das Automodell
herum Pfützen entstehen, in denen sich die Beleuchtungen des
Hintergrundbildes spiegeln.

Licht setzen

Durch die Softboxen war es zusätzlich eine weitere Herausforderung bzw.
Lerneffekt für mich das Thema Lichtsetzung bei der ganzen Sache
anzugehen. Dank der Livevorschau in der Olympuseigenen Tethering
Software Capture, habe ich dementsprechend alles eins zu eins auf dem
Laptop gesehen und konnte so die Softboxen steuern. Ich meine natürlich
die jeweiligen Positionen der Softboxen.
Das war sehr lehrreich und hat mir eine Menge Spaß gemacht.

Die Bearbeitung

In erster Linie bin ich auch hier vorgegangen wie eigentlich immer. Ich
habe die SD-Karte genommen, alles auf meinen NAS Server kopiert, in
Capture One und auch in Lightroom importiert und habe mir dann spontan
die Bilder nach und nach heraus gesucht die mich als erstes
angesprochen haben. Diese habe ich dann wie üblich bearbeitet.
Helligkeit, Kontrast, Tiefen etc. angepasst und ein zwei Bilder dann
weiter an Photoshop gegeben bzw. exportiert um dort zum Beispiel den
Regen einzufügen und/oder die Scheinwerfer zu simulieren. Dann wieder
zurück in das jeweilige Programm und dort gab es noch etwas Feintuning.
Voila, fertig für Instagram und Facebook....und natürlich für meinen
Blog hier.

In diesem Sinne, viel Spaß beim anschauen und eventuell sogar beim
nachmachen.

 

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