Splash

 

Splash, (m)ein persönliches Lernprojekt

Olympus Pro Capture im Selbstversuch

Wie Ihr ja sicherlich mitbekommen habt, habe ich mir vor kurzem die
Olympus OMD E-M1 Mark 2 gegönnt. Die Kamera ist bzw. war bis zum
Erscheinen der Mark 3, neben der E-M1 X das Schlachtschiff der Olympus
Flotte.
Ich persönlich wollte genau diese Kamera, weil die Geschwindigkeit sich
enorm zum Vorgänger, der Mark 1 unterscheidet und wegen dem neuen
Sensor mit 20 MP. Bei meiner Olympus-Schulung im Juni, in der Frank
Fischer Fotoschule in Hamburg, durfte ich die Mark 2 ausgiebig testen
um mir so meine Entscheidung vor dem Kauf zu bestätigen.

Auf Grund der superschnellen Leistung, verfügt die OMD E-M1 Mark 2
unter anderem über die so nur bei Olympus bekannte Pro Capture
Funktion. Bei dieser Funktion kann die Olympus Kamera bis zu 60 Bilder
pro Sekunde aufzeichnen.
Um es mal mit meinen Worten und meinem Wissen wieder zu geben,
speichert die Kamera bei Nutzung dieser Funktion, bei halb gedrücktem
Auslöser die Bilder in einem kamerainternen Puffer. Ist der Puffer mit
den 60 Bildern voll (oder auch weniger, je nach Einstellung im Menu),
so wird das erste Bild gelöscht um Platz für das nächste zu schaffen.
Diese Art der Verarbeitung der Bilder bzw. Aufnahme wiederholt sich so
lange, bis der Auslöser durchgedrückt wird um die eigentliche Aufnahme
zu machen.

Als ich mehr über diese Funktion erfahren wollte, stieß ich auf der
Olympus Seite bzw. dem Olympus Blog sehr oft auf Naturaufnahmen. Es
werden dort von diversen Fotografen sehr interessante Aufnahmen gezeigt
und beschrieben, die mit der Fotografie von Vögeln usw. zu tun hat.
Sehr geniale Bilder die dort entstanden sind bzw. präsentiert werden.
Ich persönlich bin jetzt aber nicht wirklich so der Natur und
Tierfotograf, also musste zum Ausprobieren und Testen ein anderes Thema
gefunden werden und ich wurde fündig.

So ganz nebenbei, quasi im vorbei laufen, entdeckte ich ein Paket
Wasserbomben in unserer Waschküche, welche von der letzten Party meiner
Tochter noch übrig geblieben waren und so kam mir die Idee platzende,
mit Wasser gefüllte Ballons zu fotografieren um die Pro Capture
Funktion einmal selber zu testen.

Bei schönstem Wetter habe ich dann das Thema im heimischen Garten
angegangen. Zuerst eine Schnur gespannt, an der die Ballons bzw.
Wasserbomben aufgehängt werden, meine Rollei Carbon C6i Carbon Stativ
aufgestellt und die Olympus OMD E-M1 Mark2 draufgeschnallt. Um die
Kamera kontaklos auszulösen, habe ich mir überlegt ob dies nicht per
Funk möglich ist, ohne großen (vor allem finanziellen) Aufwand. Gelöst
habe ich dieses "Problem" mit meinen Yongnuo Blitzauslösern. Diese
dienen normalerweise als Funk Trigger um einen entferneten Blitz über
Funk auszulösen. Solche Yongnuo-Fernauslöser habe ich mir schon für
meine Juxbox bzw. Photobooth als Buzzer Auslöser umgebaut, da diese
jeweils als Sender und als Empfänger konfiguriert werden können. Mit
einem passenden Kabel welches im Fernauslöser Port der Kamera steckt,
kann so die Kamera nun per Funk ausgelöst werden. Ich war mir zwar
nicht ganz sicher, ob dies auch mit der Voruauslösung, also dem halb
gedrückten Auslöser funktioniert, aber Versuch macht ja bekanntlich
klug.

Mit diesem Aufbau konnte es dann los gehen und es hieß wirklich
learning by doing.
Ich habe so ca.15-20 Wasserbomben zerplatzen lassen. Immer wieder mit
verschiedenen Einstellungen "gespielt", den Aufbau hier und da ein
wenig geändert, mal mit einer kleinen Nadel und mal mit einem stumpfen
Holzspieß zugestochen und so natürlich auch nasse Füße bekommen.

Alles in allem war es aber ein sehr lehrreicher und spaßiger Nachmittag
und die Ergebnisse die dabei entstanden sind, sind alles absolute
Unikate, denn so wird es diese Bilder kein zweites mal geben. Wenn Euch
solche Aufnahmen faszinieren, dann probiert es doch selber auch mal aus.

 

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